Marinus Veit
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WAS FÜR EIN TAG

Schon früh morgens wurde ich vom Gebet geweckt. Ich öffnete meinen Fensterladen und blickte in einen wunderschönes Meer voller Farben. Der türkis bis dunkel Blaue Himmel beruhigten meine Seele. Am Boden legte sich ein Nebelschweif über die Sanddühnen. Ich atmete 2-3 mal tief ein und aus. Ich hörte meinem Atem zu und genoss die Absolute Stille. Was für ein Moment. 

Nach ein paar Minuten absoluter Entspannung meldete sich mein Magen, ich bekam Hunger. Leise schloss ich meine Tür ab um auf die Dachterrasse des Hauses zu schleichen. Ich war viel zu früh. Ich setzte mich um den Sonnenaufgang zu genießen. Die ersten Sonnenstrahlen des Tages schienen in mein Gesicht. Da stand plötzlich ein kleinen Mädchen an meinem Tisch. Sie brachte mir eine Kanne Tee mit Fladenbrot. Sie hat mich wohl bemerkt, als sie sich für die Schule fertig machen musste. Später erfuhr ich, Sie war die Tochter der Hausherren. Ich schlürfte meine heißen Tee und stärkte mich für den Tag. Ich war alleine gereist. Das mache ich immer wieder. Warum? Um genau diese Momente erleben zu dürfen. Heute wollte ich umbedingt einen Ausflug nach Sidi Kaouki machen. Eine endlose Bucht ungefähr eine Stunde entfernt. Ich war auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Als ich meine Sachen zusammen hatte und das Haus Richtung Bushaltestelle verlies. War die Stadt schon voller leben. Überall drängten sich die Menschen durch die engen Gassen. Als ich endlich die Bushaltestelle erreichte wartete ich, doch der Bus wollte nicht kommen. 

Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann gegen Mittag der Bus mit dem Pappkarton Sidi Kaouki in der Scheiben. Ich freute mich sehr, endlich konnte es los gehen.

Ich stieg in den Bus der Traditionell von Hirten zum erreichen ihrer Felder genutzt wird. Sie empfingen mich sehr freundlich. Einer stand sogar auf und meinte ich solle mich setzen, er könne ja schließlich auch stehen. Nach einer weile hin und her setzte ich mich schließlich. Jetzt musste ich nur noch umgerechnet 2 Cent für mein Ticket bezahlen. Der Busfahrer wollte gerade losfahren da sprang noch ein gläubiger in den Bus und segnete unsere Fahrt. Jetzt ging es aber los. Zuerst auf befestigter Straße, dann auf Kies. Immer mehr Hirten steigen aus. Nach einer Dreiviertel Stunde saß ich gang alleine im Bus. Ich war mir nicht mehr sicher ob es eine gute Idee war in den Bus zu steigne. Doch ein paar Minuten Später waren wir auch schon am Ziel. Der Fahrer öffnete die Tür und ich stieg aus. Ich sah eine endlose Bucht deren Ende im Nebel der Wellen verschwand. Ein paar meter neben der Stelle an der mich der Busfahrer abgesetzt hat war eine alte Ruine. Alles andere war lehre, es gab nur Meer und Wüste, Wasser und Sand. Für mich war das spektakulär. Ich ging mit meine Handtuch an den Strand ich war alleine in dieser riesigen Bucht. Ich legte mich in die Sonne und hörte den Wellen beim brechen zu. Die stunden vergingen. Da sah ich plötzlich eine Person aus dem Nebel kommen. Ich war erstaunt. Ich wusste nicht was jetzt passiert. Ist das eine Fatermorgana? Habe ich zu wenig getrunken? Ich schnappte meine Fotoapparat und machte dieses Foto. Tatsächlich der Bildschirm meiner Kamera zeigt einen Menschen. Es war wirklich komisch ich hatte keine Ahnung wo diese Person her kam. Als die Frau dann endlich bei mir war lächelte sie nur und ging an mir vorbei. Ich habe sie dann nie wider gesehen. Absurd oder? 

Ich verbrachte noch eine weile am Strand. Ich fühlte mich noch nie so entspannt. Es war unbeschreiblich und kein Bild, kein Text könnte auch nur ansatzweise dieses Gefühle der  Entspannung und Freiheit Wiederspiegeln. Ich bin wirklich glücklich diese Momente auf meiner einsamen Reise erlebt zu haben. Was für ein Gefühl. Für mich der wahre Sinn des Lebens. Danke Marokko.